Menschen, Kühe, Emotionen
Wiedersehen unter Züchtern und klasse Erfolge auf der agra 2022

Auf der am Sonntag zu Ende gegangenen Agra konnten nach langer Pause wieder Wettbewerbe der Jungzüchter und Fleischrinder stattfinden. Vor großem Publikum präsentierten sich am Samstag, dem 23. April, 14 Fleischrindrassen beim Mitteldeutschen Fleischrinderwettbewerb. Ein beeindruckendes Bild, das die mehr als 120 Fleischrinder von 40 Zuchtbetrieben aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im großen agra-Schauring abgaben!

35 Einzelklassen hatten die Preisrichter Claus Henningsen (RSH) und Jost Grünhaupt (QNE Hessen) in zwei parallelen Richtringen zu entscheiden, ehe sie gemeinsam zur Auswahl der rasseübergreifenden Siegertiere schritten.

Polly, Beverley und Vinja kamen, sahen und siegten

Während die Entscheidungen bei den Alt- und Jungbullen an sächsische Zuchtbetriebe gingen, räumten die RinderAllianz-Züchter die drei ausgeschriebenen Titel bei den weiblichen Tieren ab.

UHA Polly, eine Tochter der Bundessiegerin UHA Pandora und des irischen Besamungsbullen Gallant, aus der Zucht von Uwe Harstel, Rohrbeck, konnte sich nicht allein in der sehr starken Konkurrenz von 10 hochkarätigen Fleckviehkühen an die Spitze setzen. Mit Harmonie, Rahmen, Länge und Tiefe, einer tollen Ausstrahlung und einem verheißungsvollen Kalb dominierte sie auch rasseübergeifend das Feld und wurde Interbreed-Siegerin der Kategorie Kühe mit Kalb.

In einer starken Kuhkonkurrenz setzte sich UHA Polly von Uwe Harstel, Rohrbeck, durch.

Um den Titel in der Kategorie Jungrinder über 18 Monate bewarben sich in der Endausscheidung gleich 9 Rassesiegerinnen und Einzelvertreterinnen der Rassen Angus, Charolais, Fleckvieh-Simmental, Galloway, Highland Cattle, Limousin, Pinzgauer, Rotes Höhenvieh und Wagyu. Zur schönsten unter ihnen wurde die Belted-Galloway-Färse Beverley vom Rittergut Oberweimar aus dem Zuchtbetrieb Wilfried Ritter in Teutschenthal gekürt. Sie überzeugte mit enormer Präsenz und femininer Ausstrahlung und ließ hinsichtlich Rassetyp, Entwicklung und Körperbau keine Wünsche offen.

Belted-Galloway-Färse Beverley von Wilfried Ritter siegte bei den älteren Jungrindern ab 18 Monate.

Bei den jüngeren Färsen wusste die Aberdeen-Angus-Färse STW Vinja, eine Tochter des irischen Bonanza, aus der Zucht von Steffen Stickel, Winkel, zu begeistern. Ihr absoluter Schick bei toller Länge und einem sehr guten Becken ließ jedes Züchterherz höherschlagen. Damit setzte sie sich in einer ebenfalls starken Konkurrenz nach vorn ab und gewann den Siegertitel in der Kategorie Jungrinder unter 18 Monate.

Aberdeen-Angus-Färse STW Vinja von Steffen Stickel errang